Urban Data Platform

Bild1
© LGV

Sie lesen den Originaltext

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in leichte Sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in leichter Sprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in Gebärden­sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in Gebärdensprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Urban Model Platform Hamburg

Analysen und Simulationen für ganz Hamburg zugänglich machen. Mit der Urban Model Platform Hamburg (UMP).

In Städten werden jeden Tag Entscheidungen getroffen – mit langfristigen Folgen:

Wo wird gebaut? Wie verändern sich Verkehr und Klima? Welche Maßnahmen machen unsere Stadt widerstandsfähiger? Und was passiert, wenn wir heute anders entscheiden? Mithilfe von Analysen und Simulationen lassen sich Entscheidungen bereits vor ihrer Umsetzung testen und ihre Auswirkungen bewerten. So planen Städte nachhaltiger, integrierter und fundierter.

Genau hier setzt die Urban Model Platform (UMP) an – als zentrale Infrastruktur für urbane Analysen und Simulationen.

Scenario Explorer. Tool auf Basis des Masterportals, mit dem man Analysen und Simulationen der UMP ansteuern kann. Gezeigt wird das Ergebnis einer Lärmsimulation.
© LGV Scenario Explorer. Tool auf Basis des Masterportals, mit dem man Analysen und Simulationen der UMP ansteuern kann. Gezeigt wird das Ergebnis einer Lärmsimulation. Die Simulation basiert auf vereinfachten Annahmen und dient nur der groben Veranschaulichung. Für belastbare Aussagen sind Messungen bzw. eine detaillierte Fachsimulation erforderlich.

Was ist die Urban Model Platform?

Die Urban Model Platform (UMP) ist eine innovative Software für den Zugang zu existierenden Analyse- und Simulationsmodellen. Sie wurde vom City Science Lab der HafenCity Universität Hamburg gemeinsam mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) Hamburg im Projekt Connected Urban Twins (CUT) entwickelt.

Die UMP macht Simulationsmodelle verschiedener Akteure aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft für einen größeren Nutzerkreis zugänglich. Sie überwindet Einzellösungen (“Modell-Silos”) und erleichtert die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg. 

Was sind die technischen Hintergründe?

Die UMP ist eine in Python geschriebene Software, die als „System der Systeme“ funktioniert, das heißt Simulationsmodelle können dezentral auf dem jeweiligen Server der Organisation bleiben. Um die Simulationsmodelle auf unterschiedlichste Art jedoch auf einheitliche Weise benutzen und in verschiedene Anwendungen integrieren zu können, werden diese Modelle über eine zentrale Adresse zur Verfügung gestellt. Hierfür wird die standardisierte REST-Schnittstelle (OGC API Processes) verwendet. 

Sie ist ein moderne, cloudfähige und skalierbare Software, die in Containern und damit auch in Container-Orchestratoren, wie Kubernetes, betrieben werden kann.

Die Software unterstützt mit OpenIDConnect OAuth2.0 moderne Authentifizierungs- und Autorisierungslösungen, so dass ein sicheres Ausführen von Simulationen und Teilen der Ergebnisse über Organisationsgrenzen möglich ist. Durch die standardisierte Schnittstelle können Simulationen und Simulationsergebnisse leicht in verschiedene Benutzeroberflächen integriert werden. 

Als Open Source-Lösung ist die UMP umfassend dokumentiert und so konzipiert, dass sie von anderen Kommunen und Instituten leicht in ihren eigenen Systemen implementiert werden kann. Das Software-Repository ist unter Urban-Model-Platform/urban-model-platform: An Urban Model Platform implementing the OGC API Process zu finden.

Wie kann die Urban Model Platform Entscheidungen unterstützen?

Die Stadt Hamburg betreibt die UMP in ihrer Infrastruktur und entwickelt darauf aufbauend für Bedarfsträger verschiedene Serviceangebote, um Simulationen über die UMP bereitzustellen.

Die UMP hilft dabei, die Folgen von Entscheidungen frühzeitig zu erkennen und fundierter zu handeln. Das reduziert Risiken, spart Kosten und verbessert langfristig die Lebensqualität in Städten. Gleichzeitig fördert die Plattform die Wiederverwendung und Weiterentwicklung von Modellen – so wird aus Daten echtes Handlungswissen für die Stadt von morgen.